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3. Gesundheit und Luftbefeuchtung

 

Zu trockene Luft macht krank!

Ein entscheidender Einflussfaktor auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist das Raumklima: Gute Raumluftqualität, die richtige Temperatur und eine ausreichende Frischluftzufuhr sind wichtige Faktoren für die Zufriedenheit und das Wohlfühlen. Die optimale Luftfeuchte wird dabei häufig unterschätzt, obwohl sie nicht nur einen Einfluss auf das subjektive Wohlbefinden, sondern auch auf die Gesundheit am Arbeitsplatz hat. Die empfohlene optimale relative Luftfeuchte für Büroarbeitsplätze liegt zwischen 40% und 60%.

Wirkungsfelder zu geringer Luftfeuchte

 

1) Selbstreinigung der Schleimhäute

Trocknen die Schleimhäute des Atmungstraktes von außen durch zu geringe Luftfeuchtigkeit aus, werden krankheitserregende Mikroorganismen langsamer aus Nase, Bronchien und Lunge heraustransportiert. Die Gefahr von Erkrankungen steigt. Für eine effiziente und schnelle Klärfunktion der Luftwege ist eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 30% nötig.


2) Übertragung Grippe-Viren

Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 20% und 30% ist das Risiko sich mit einem Influenza-A-Virus anzustecken etwa dreimal so hoch im Vergleich zu einer mittleren Raumluftfeuchte von 50%. Gründe dafür sind die bei dieser Feuchtigkeit geringere Lebensdauer der Virus-Partikel, die geringere Reichweite der Virusübertragung und die größere Selbstreinigungskraft der Schleimhäute.


3) Heiserkeit und Kehlkopfentzündungen

Für die Aufrechterhaltung einer guten Stimmfunktion und der Vorbeugung vor Stimmerkrankungen ist eine ausreichende Befeuchtung der Schleimhäute nötig. Für Berufsgruppen mit hohem Sprechanteil wird eine Mindestluftfeuchte von 40% empfohlen.


4) Das trockene Auge

Geschwollene Augenlider, Rötungen, Brennen und hohe Lichtempfindlichkeit sind die Folgen einer zu geringen Benetzung der Augenoberfläche mit Tränenflüssigkeit. Bei zu trockener Luft kommt es zu einer verstärkten Verdunstung der Tränenflüssigkeit und bei anhaltender Trockenheit sogar zu Tränenfilmrissen.


5) Trockene Haut

Bei zu geringen Luftfeuchtewerten wird die Haut spröde und rissig. Trockene, juckende Haut, Risse und Dermatosen sind die Folge. Chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte können sich durch eine zu trockene Haut noch verschlechtern.


6) Feinstaub

Feinstaub (z.B. aus Kopierern, Laserdruckern) setzt sich aus kleinsten, unsichtbaren Teilen zusammen, die tief in den menschlichen Atmungstrakt eindringen und dort zu ernsten Lungenreizungen und Erkrankungen führen können. Eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit reinigt die Luft schneller von Stäuben und reduziert dadurch die Gefahr eindringender Feinstäube in den Atmungstrakt.

 

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