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3. Grundlagen der Luftbefeuchtung

 

Relative und absolute Luftfeuchte

Wie entsteht zu trockene Luft und wovon wird sie beeinflusst? Luft besteht aus einer Vielzahl von Gasen. Eines davon ist Wasserstoff. Die Menge des Wasserstoffes in der Luft bestimmt die Luftfeuchte. Von der absoluten Luftfeuchtigkeit spricht man, wenn die gesamte Wassermenge beschrieben wird, die als Gas in einem Kilogramm Luft enthalten ist, z. B. 8 g/kg. Wichtig für das Verhältnis von Luft und Wasser ist das ständige Bestreben der Luft, bis zu ihrer Sättigung dampfförmiges Wasser aufzunehmen. Für die Beurteilung der Raum-Luftfeuchte und die Definition des optimalen Feuchtewertes ist daher ein anderer Wert von entscheidender Bedeutung: Die relative Luftfeuchte!

Die relative Luftfeuchtigkeit beschreibt die in der Luft enthaltene Wassermenge im Verhältnis zur maximal aufnehmbaren Wassermenge. Diese „prozentuale Sättigung“ der Luft mit Wasserdampf wird durch die Lufttemperatur beeinflusst: Warme Luft kann eine größere Menge Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft.

 

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Luftfeuchte und Temperatur

Das folgende Beispiel erläutert den Zusammenhang zwischen Temperatur und relativer Luftfeuchte: Ist ein Raum von der Außenluft luftdicht abgeschlossen, hat er eine konstante absolute Luftfeuchtigkeit: Wasser kann weder aus der Umgebung aufgenommen noch an diese abgegeben werden. Erhöht sich die Innenraumtemperatur durch Heizen, sinkt die relative Feuchte, weil die erwärmte Heizungsluft mehr Wasserdampf aufnehmen könnte als der verschlossene Raum zur Verfügung hat. Wenn im Winter Fenster oder Türen zum Lüften geöffnet werden, wird die Innenluft noch trockener als vorher. Durch den höheren Dampfdruck der warmen, trockenen Innenluft entweicht die verbleibende Restfeuchtigkeit nach draußen. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt weiter. Dies erklärt, warum insbesondere im Winter die Raumluft häufig so extrem trocken ist, wenn die Luft nicht aktiv befeuchtet wird.

 

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Tipps bei zu trockener Luft

1) Richtig lüften

Insbesondere in den Wintermo­naten sollten Fenster in Räu­men, die nicht zentral belüftet werden, nur kurz aber dafür weit geöffnet werden (Stoßlüftung). Der höhere Wärmedruck in be­heizten Räumen bewirkt sonst, dass durch länger geöffnete Fenster kontinuierlich Luftfeuch­te an die Außenluft abgegeben wird. In Räumen, die über eine zentrale raumlufttechnische Anlage belüftet werden, sollten Fenster und Oberlichter stets geschlossen bleiben


2) Räume nicht überheizen

Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kühle Luft. Steigt die Temperatur im Innenraum bei gleich bleibender absoluter Luftfeuchte sinkt die relative Feuchte. Die Luft wird trocken. Die optimale Raumtemperatur liegt zwischen 20° – 22 °C.


3) Regelmäßig messen

Sinnvoll ist das regelmäßige Messen der relativen Luftfeuchtigkeit mit Hilfe eines Hygrometers. Die empfohlene Raumluftfeuchte in Wohn- und Arbeitsräumen liegt zwischen 40 bis 60 Prozent (bei 20 °C Zimmertemperatur).


4) Zusätzliche Feuchtigkeit einbringen

Ist die Luft über einen längeren Zeitraum unter der gewünschten bzw. benötigten relativen Feuchte, sollte der Einbau von Luftbefeuchtungsystemen in Erwägung gezogen werden. Düsen-Syteme für die Direkt Raumluftbefeuchtung lassen sich auch in älteren Gebäuden problemlos nachrüsten.


5) Zertifikat „Optimierte Luftbefeuchtung“ beachten

Eine Entscheidungshilfe für die Auswahl geeigneter Luftbefeuchtungssysteme ist das Zertifikat „Optimierte Luftbefeuchtung“. Hersteller mit diesem Zertifikat haben den hygienischen und sicheren Betrieb ihrer Systeme nachgewiesen.

 

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