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3. Elektronikindustrie und Luftbefeuchtung
Damit kein Funken überspringt!
Aufgrund der stets fortschreitenden Miniaturisierung elektronischer Bauelemente ist ein konsequenter ESD-Schutz (electro static discharge) unerlässlich geworden. Elektronische Geräte, Leiterplatten, Bauteile und Daten reagieren auf elektrostatische Entladungen äußerst empfindlich. Schon bei einer elektrostatischen Entladung von 100 Volt können elektronische Bauteile beschädigt werden.
Vorteile Luftbefeuchtung:
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Von statischer Ladung spricht man,
- wenn diese auf einem leitfähigen, aber elektrisch nach außen hin isolierten Objekt „gefangen“ ist (z.B. Metall-Schraubenzieher mit Kunststoffgriff) oder
- wenn sie auf einer isolierten Oberfläche vorhanden ist (z.B. Plastik), über die sie nicht abfließen kann.
Wird ein elektrisch isolierter Leiter (z.B. Schraubenzieher) mit einer ausreichend hohen Ladung in die Nähe einer integrierten Schaltung mit einem anderen Spannungspotential gebracht, „springt“ die Ladung und verursacht einen kurzzeitigen Stromfluss, was sich als elektrostatische Entladung (ESD) auswirkt.
Die elektrische Aufladung ist um so größer, je niedriger die Raumluftfeuchte ist. Die oft herrschende Meinung, feuchte Luft leite elektrisch besser als trockene, ist falsch. Vielmehr lagert sich die feuchte Luft gern an Ionen an, wodurch sie schwerer und im elektrischen Feld unbeweglicher wird. Bei einer Luftfeuchte von 55% ist die Leitfähigkeit der Luft und der Materialoberflächen soweit erhöht, dass die elektrischen Ladungen abgeleitet werden können.
Der schnelle Ablauf der Entladung bei hoher Luftfeuchte wird dadurch erklärt, dass sich ein dünner Feuchtigkeitsfilm auf den Materialien bildet, der die Oberfläche soweit leitfähig macht, dass es nicht zur Ansammlung von Ladungen kommt. Da elektrostatisch geladene Oberflächen zudem eine erhöhte Staub-Anziehungskraft haben, wird durch eine konstante, optimale Luftfeuchte die Partikelablagerung deutlich reduziert.


