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3. Textilindustrie und Luftbefeuchtung
Damit der Faden nicht reißt!
Garne und Halbfabrikate müssen bis zum fertigen Gewebe bzw. teilweise bis zum fertigen Produkt die richtige Eigenfeuchte haben, die im Gleichgewicht zur relativen Feuchte der Umgebungsluft stehen muss. Bei mangelnder relativer Feuchte verlieren die Materialien Elastizität und Reißfestigkeit. So ist beispielsweise für Baumwoll-produkte nachgewiesen (Quelle: Institut of Textile Technology, USA), dass eine Steigerung der relativen Luftfeuchte von 60% auf 70% eine Elastizitätszunahme von über 15% nach sich zieht. Auch Leder behält durch ausreichende Luftfeuchte seine natürlichen Eigenschaften und lässt sich zu hochwertigen Produkten verarbeiten.
Eine konstante, optimale Luftfeuchte verhindert:
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Ein weiterer produktionshemmender Faktor bei zu geringer relativer Luftfeuchte ist das Problem der elektrostatischen Aufladungen. Insbesondere vollsynthetische Fasern beispielsweise Perlon oder Nylon laden sich in zu trockener Umgebung elektrostatisch auf. Aufgrund der fehlenden elektrischen Leitfähigkeit können gleichnamige elektrische Ladungen, die bei Reibungsvorgängen während der Verarbeitung entstehen, nicht abfließen. Diese gleichnamig geladenen Fasern stoßen sich ab und erschweren die maschinelle Verarbeitung zu einem glatten festen Garn, der Voraussetzung ist für die Herstellung von homogenen Geweben. Reibungsvorgänge an Maschinenteilen, wie z.B. Walzen oder Ösen, führen auch bei Natur-Fasern wie Wolle, Leinen oder Jute zu produktionshemmenden Ladungserscheinungen.


